[pierre leich]
Überblick der Aktivitäten im Medienbereich
Jugendpresse
Wie es der Zufall wollte, war ich sieben Jahre Chefredakteur einer Schülerzeitung und genoss eine reichhaltige Selbstausbildung in Redaktion, Gestaltung und nicht zuletzt Gruppendynamik. Das erste Jugendpressefest in Nürnberg war wohl meine erste Veranstaltung überhaupt – nimmt man einmal die Handpuppendarbietung im Keller zu Gunsten der Aktion Sorgenkind aus, bei der der Gewinn von 4,80 Mark allerdings unter den Erwartungen blieb. Dies war auch Einstieg in die „Verbandsarbeit“ bei der Jungen Presse Bayern. Es folgten einige Jugend­zeitungsprojekte und zu manchen der damaligen Kollegen wie Helmut Bresler, Dr. Uli Glaser, Dr. Oliver Tissot und Sigi Wekerle habe ich noch heute Kontakt.
Ach ja – die Schülerzeitung hieß Widerhaken. So schlimm waren wir aber nicht.
Kunstzeitschrift Part of Art
Nach einer mehrjährigen publizistischen Enthaltsamkeit bot die Kunstmesse ART Nürnberg die Gelegenheit, während der Ausstellung drei aktuelle Ausgaben zu produzieren. Natürlich waren einige Artikel vorproduziert, aber nebenbei eine echte Redaktion zu unterhalten, war durchaus eine Herausforderung. Daraus entwickelte sich über sechs Jahre eine respektable Kunstzeitschrift für die Region Nürnberg, die in ihrer besten Zeit zweimonatlich in 10000 Exemplaren erschien. „Höhepunkt“ war ein Rechtsstreit mit Gruner + Jahr, der Anstoß am Titel ARTmagazin nahm und den Streitwert auf 300.000 DM legte. Siegesfreudig konsultierten wir unseren Anwalt, doch der empfahl gleich den neuen Namen mit G+J abzuklären.
Nachdem 1995 der finanzielle wie zeitliche Aufwand das erträgliche Maß überstieg, wurde das schöne Projekt eingestellt.
Material:
Titelseiten und Inhalt (teilweise) aller erschienenen Hefte
Pressespiegel Dezember 1990 / Januar 1991
Art & Media
Die Zeitschriften der „ART-Gruppe“ waren im Verlag Art&Media zusammengefasst. Um das Defizit der hauseigenen Kunstzeitschrift auszugleichen, boten wir eine Zeit lang teils mehrsprachige Kundenzeitschriften und grafische Dienstleistungen an, was klappte, aber anstrengend war. Noch immer im Geschäft sind die Kollegen Michael Thannhäuser, Michael Schmutzer und Mark Kaller, der mit seinem Bruder erfolgreich die Werbeagentur Kaller & Kaller führt.
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Mein eigenes Tätigkeitsfeld hat sich stärker zu Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und allgemein zu Kommunikationsmanagement hin entwickelt. Zehn Jahre war ich für die Pressearbeit zum Kunstpreis Ökologie von AEG Hausgeräte verantwortlich, wirkte in Fortbildungs­veranstaltungen wie „einfach machen“ mit und war für die Universität an der Kampagne „Rettet die Erlanger Orangerie“ beteiligt. Für die Stadt Erlangen bin ich seit 1988 immer wieder in verschiedenen Rollen tätig und bei der Kulturidee will die Medienarbeit im Rahmen der Langen Nacht der Wissenschaften stets im Blick sein.
Regiomontanusbote
Mit dem Eintritt in die Nürnberger Astronomische Arbeitsgemeinschaft empfand ich es als Verpflichtung, die Redaktion der Amateurastronomiezeitschrift Regiomontanusbote zu unterstützen. Auftakt war 1995 der Artikel Vom gewölbten Himmel zur runden Erde. Argumente aus der Frühgeschichte der Astronomie“ und seit 1998 bin ich für das historische Ressort verantwortlich. Gelegentlich schreibe ich auch für andere Zeitschriften und bin an diversen Veröffentlichungen beteiligt.
Material:
Titelseiten des Regiomontanusboten
pl-visit
Am 16. Februar 2002 startete die Website pl-visit.net als virtuelle Visitenkarte und Einladung zum Besuch. Zu finden sind Informationen zu Projekten, die in Verbindung mit mir stehen. Im Aufbau sind die Menüs Wissenschaft, Kunst, Theater, Medien, Privat und einige aktuelle Bereiche mit einem Web-Log. Während die Hauptgruppen in der linken Spalte enzyklopädisch aufgebaut sind, stehen rechts die Menüs mit aktuellen Inhalten.
Cauchy-Website
Im Jahr 2000 fassten Günter Löffladt und ich unsere Aktivitäten im Bereich wissenschaftlicher Bildungsarbeit zusammen und gründeten mit Caroline Merkel u.a. das Cauchy-Forum-Nürnberg – Interdisziplinäres Forum für Mathematik und ihre Grenzgebiete e.V. Im September 2010 wurde die Website von Daniel Birkmaier neu aufgesetzt und bietet nun neben den aktuellen Informationen auch rückwirkend alle Vortragsreihen und Tagungen. Durch die Personenübersicht entstand nebenbei ein Nachschlagewerk, das pro Monat überraschende 25000 Zugriffe aufweist.
Marius-Portal
Der Ansbacher Hofastronom Simon Marius (1573 – 1624) entdeckte zeitgleich mit Galileo Galilei die vier großen Jupitermonde, handelte sich damit aber nur einen Plagiatsvorwurf von Galilei ein. Um seine Forschung bekannt zu machen wird es zum Marius-Jubiläumsjahr 2014 Veranstaltungen geben sowie ein mehrsprachiges Internetportal, das alle Dokumente, die Marius betreffen, direkt verfügbar macht oder zumindest vollständig nachweist.